Umgehen von Kinderporno-Sperren ist strafbar

Posted by sascha.singert | Posted in Alltägliches, Netzfundstücke, Politik | Posted on 19-08-2009

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Gut so! Wirklich? Leute, die Kinder zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse missbrauchen sind, aus gutem Grund, gesellschaftlich geächtet. Doch statt sich tatsächlich mit dem Problem zu befassen wählte man im Politik-Kindergarten den einfachen Weg: Symptombekämpfung.

Der Titel gibt sinngemäß die Aussage von Jörg Ziercke (Präsident des Bundeskriminalamts) wider. Bereits das versehentliche Ansurfen der Stopp-Schilder soll strafbar sein, auch wenn noch niemand erklärt hat, wie man vorher wissen soll, dass die aufgesuchte Webseite gesperrt ist. Das Stopp-Schild ist der einzige Weg, dies herauszufinden. Doch das aufzusuchen ist strafbar. Nach dem Willen des Kindergartens soll nun das Umgehen der Sperren ebenfalls strafbar werden. Soll nun auch das Recht entzogen werden alternative DNS-Server zu nutzen, die keine Sperren implementiert haben? Selbst wenn der Beweggrund eigentlich nur die Angst vor der Strafe ist so ein Stopp-Schild zu finden?

In mir keimt immer mehr der Verdacht, dass man versucht das Volk nach dem Willen der Politik wieder hörig zu machen … für was auch immer. Bevormundung, Zensur und das geschickte Ausnutzen der gesellschaftlichen Ängste werden ihr Ziel, dank des schleichenden Prozesses,  schon irgendwann erreichen.

Nochmal die schöne Metapher von Volker Pispers

Warum ich immer vom Kindergarten schreibe? Kinder leben bis zur Pubertät (und z.T. danach) in ihren Fantasie-Welten und nehmen die Realität nur soweit wahr, wie nötig und möglich. Für die geistige Entwicklung der Kinder ist dies wichtig. Es ist für mich einfach nicht glaubwürdig, dass Politiker in der Realität leben.

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